Meine Arbeitsweise:
Systemisch-lösungsorientiert.

 
Es geht um Ihre Grundvorstellungen, Lebensideen und Realitätsauffassungen. Ich setze das Gelebte und Erlebte in den Kontext der vorliegenden Problematik und stelle einen Bezugsrahmen zu der individuellen Bedeutung, dem Verlauf chronischer Erkrankungen oder persistierenden gynäkologisch-psychosomatischen Beschwerden her. Häufig kann hierbei das Bildhafte und Metaphorische helfen, Dinge in Beziehung zueinander zu setzen und wirksam bei Lebenssituationen werden, denen ein sprachlicher Ausdruck fehlt. Ich arbeite unter anderem mit der Aktivierung innerer Bilder und dem impliziten Wissen, das Sie bereits in sich tragen.

Begleitet wird mein systemisches Arbeiten immer auch unter der Sichtweise der systemischen Psychosomatik. Jeder Aspekt kann gesondert oder miteinander verwoben betrachtet werden. Angelehnt an das biopsychosoziale Modell, das biologische, psychologische und soziale Aspekte in ihren Wechselwirkungen berücksichtigt, kann ein intrapsychischer Konflikt über ein körperliches Symptom ausgedrückt werden. So können Körperbeschwerden als Kommunikationsmittel im Kontext unerkannter seelische Leiden dienen.

„Die Psychosomatik schenkt nicht dem Körper weniger, sondern der Seele mehr Beachtung.“ (Weiss und English, 1949).

Pädiatrische Psychosomatik.

Psychologische Beratung und Begleitung
  • von Kindern und Jugendlichen mit psychosomatischen Beschwerden und in psychosozialen Belastungssituationen.
  • von Kindern und Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen sowie deren Angehörigen bei Diagnosestellung, während der Behandlung und Nachsorge.
  • von Kindern und Jugendlichen im Bereich Entwicklungs- und Intelligenzdiagnostik.
Psychosomatische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter sind komplex und können sich in körperlichen Symptomen (z.B. Bauchschmerzen, Migräne, Asthma, Ekzeme), psychischen Erkrankungen (z.B. Angststörungen, Depression, Essstörungen), funktionellen Syndromen (z.B. chronisches Müdigkeitssyndrom, Schmerzen, Verdauungsbeschwerden) und weiteren psychosomatischen Erkrankungen (z.B. Schlafstörungen, selbstverletzendes Verhalten) äußern. Die psychosomatische Pädiatrie berücksichtigt die Wechselwirkungen zwischen körperlichen und psychischen Faktoren bei Kindern und Jugendlichen und ist ein wichtiger Aspekt der Gesundheitsversorgung, um eine ganzheitliche Behandlung zu ermöglichen. Eine frühzeitige psychologische Beratung kann helfen, die Faktoren zu bearbeiten, die zu psychosomatischen Erkrankungen beitragen, die Familienbeziehungen und die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern zu stärken. 

Mein psychologisches Angebot richtet sich darüber hinaus an Kinder und Jugendliche, die mit einer chronischen Erkrankung leben, sowie an deren Angehörige. Ich biete psychologische Unterstützung bei der Bewältigung der Erkrankung, der Behandlungsanforderungen und möglicher Spätfolgen. Ziel ist es, die Lebensqualität zu erhöhen, Resilienz zu stärken und ausreichende Unterstützung im Alltag zu schaffen. Hierbei geht es um emotionale Unterstützung (Gefühle wie Angst, Trauer, Wut oder Frustration anerkennen und konstruktive Bewältigungswege finden), Stressbewältigung (Entspannungsverfahren, Achtsamkeit und Coping-Strategien im Alltag integrieren), Krankheitsverständnis (kindgerechte Aufklärung, um Ängste abzubauen und Selbstwirksamkeit zu fördern), familiäre Unterstützung (Eltern- und Familienberatung, um belastende Dynamiken zu erkennen und zu verbessern) und langfristige Ressourcen (Sensibilisierung für die Gesundheit, Schmerzmanagement und Selbstmanagement des Krankheitsverlaufs).

Des Weiteren biete ich fundierte psychologische Testungen zur Erfassung kognitiver Leistungsfähigkeiten im Kindes- und Jugendalter an. Im Mittelpunkt stehen standardisierte Entwicklungs- und Intelligenztests sowie die differenzierte Analyse individueller Stärken und Entwicklungspotenziale. Mein Angebot stellt keine heilkundliche Tätigkeit dar. Es erfolgt keine Diagnostik im klinischen Sinne und keine Abklärung oder Behandlung psychischer Störungen. Die Ergebnisse dienen ausschließlich der Information, Selbsteinschätzung und Beratung im nicht-klinischen Kontext.

Gynäkologische Psychosomatik.

Psychologische Beratung und Begleitung
  • in krisenhaften Lebenssituationen bei unerfülltem Kinderwunsch und damit verbundenen reproduktionsmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten (z.B. Präimplantationsdiagnostik).
  • bei Erkrankungen und Komplikationen in der Schwangerschaft (z.B. Diagnose schwerer Erkrankungen des Kindes im Mutterleib), nach der Geburt (z.B. Wochenbettdepression) und Verlusterfahrungen (z.B. bei Fehlgeburt, Totgeburt, Schwangerschaftsabbruch).
Der Bereich der gynäkologischen Psychosomatik umfasst unter anderem das prä-, peri- und postnatale Spektrum. Mein psychologisches Angebot richtet sich an Frauen, Männer und Paare mit unerfülltem Kinderwunsch, welcher oftmals mit einer hohen emotionalen Belastung einhergeht. Ich biete einen Raum für offene Gefühle, Ängste, Schuldgefühle und Enttäuschungen, unterstütze bei Basistechniken zur Beruhigung, Achtsamkeit und Coping-Strategien bei Rückschlägen und begleite bei Unterstützungsoptionen (z.B. Behandlungsspektren, Selbstfürsorge-Plan, alternative Wege zur Familienplanung).

Des Weiteren arbeite ich mit Müttern und Vätern, die von einer schweren Erkrankung ihres (ungeborenen) Kindes, Verlusterfahrungen oder Wochenbettdepressionen betroffen sind. Hierbei geht es in erster Linie um Belastungsbewältigung (z.B. Krisenplanung, Alltagsstruktur, Trauer- und Traumasupport). 
Grundsätzlich werden immer die sozialen Beziehungen, familiären Muster und individuellen Ressourcen betrachtet. Ziel ist es, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die auf den Stärken und Ressourcen aufbauen. Das systemisch-lösungsorientierte Arbeiten zeichnet sich durch einen positiven Fokus aus: Es geht weniger um das Analysieren von Problemen, sondern vielmehr um das Finden von Lösungen und Ressourcen, um Veränderungen anzustoßen.